Spin-offs

BEAPLAS

Die BEAPLAS GmbH entwickelt und vertreibt Verfahren und Geräte zur Herstellung dünner Schichten bei Atmosphärendruck. Zentrales Werkzeug ist eine Plasmaquelle für den Betrieb an der Umgebungsluft, die in den letzten Jahren am FBH entwickelt und für verschiedene Applikationen – vom Automobilbau bis zur Medizintechnik – optimiert wurde.  Da zurzeit meist aufwändige Vakuumtechnik verwendet wird, sind kostengünstigere Atmosphärenprozesse kommerziell attraktiv. Das Spin-off, im Mai 2013 gegründet, wurde im Rahmen von EXIST-Forschungstransfer mit Mitteln der Europäischen Union und des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.

BeMiTec

Die BeMiTec AG wurde im Januar 2006 als Spin-off zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung leistungsstarker Galliumnitrid-Transistoren (GaN) für künftige Mobilfunkanwendungen gegründet. Das siebenköpfige Gründerteam besteht aus Wissenschaftlern und Führungskräften des FBH und kann auf der langjährigen Forschungskompetenz des Instituts aufbauen. Die GaN-Transistoren bringen es derzeit auf den internationalen Spitzenwert von 100 W Ausgangsleistung (CW) und ermöglichen eine signifikante Steigerung der Bandbreite. Damit bieten sie die Voraussetzung für mobile Dienste mit hohem Datenaufkommen, die Zusammenfassung mehrerer Dienste in einem einzigen Verstärkermodul sowie eine Verkleinerung der Baugruppen.

Brilliance Fab Berlin

Brilliance Fab Berlin GmbH & Co. KG (BFB) wurde im Mai 2013 im Rahmen einer Kooperation zwischen dem FBH und dem chinesischen Unternehmen Sino Nitride Semiconductor CO., LTD (SNS) gegründet. Die Aktivitäten von BFB zielen darauf, die Halbleiterlaser-Technologie des FBH für den industriellen Einsatz zu verwerten. Im Zentrum der Entwicklungen stehen Laser zur Anwendung in der Automobilbeleuchtung, Quanten-Sensorik sowie der Raman-Spektroskopie.

eagleyard Photonics

Die im Jahre 2002 gegründete Firma eagleyard Photonics GmbH ist ein international führender Anbieter von Hochleistungslaserdioden mit Wellenlängen von 650 nm bis 1120 nm. Die Produkte vereinen maximale Leistung, höchste Lebensdauer und ausgezeichnete Strahlqualität. Damit sind sie besonders geeignet für medizinische, industrielle, raumfahrttechnische und wissenschaftliche Anwendungen.

GloMic

Die GloMic GmbH wurde 2011 aus dem FBH ausgegründet. Das Unternehmen baut auf den Forschungsaktivitäten des Instituts im Bereich der Mikrowellen-Leistungsmodule auf und entwickelt, fertigt und vermarktet Hochfrequenzbaugruppen und -systeme – insbesondere Leistungsverstärker. Es kann auch auf das Know-how des Vorläuferunternehmens Advanced Microwave Technologies GmbH zurückgreifen. Das Portfolio wird mit GloMic um individuelle und kundenspezifische Verstärker-Lösungen in Einzel- oder Kleinserienprodukten erweitert. In Form eines Baukastensystems werden Leistungsverstärker-Produktfamilien definiert und mithilfe eines modularisierten Designprozesses entwickelt. Durch die vorgefertigten Module lassen sich vom Kunden individuell definierte Verstärker binnen kürzester Zeit entwickeln und fertigen. GloMic wurde von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen von "Good Practice" gefördert.

IXYS Berlin ist ein früheres Tochterunternehmen der amerikanischen IXYS Corporation, das aus der engen Zusammenarbeit mit dem FBH 2000 entstanden ist. Es hat schnell schaltende Galliumarsenid-Leistungs-Schottky-Dioden entwickelt – diese Bauelemente ermöglichen sehr kompakte und verlustarme Stromversorgungen und damit den effizienten Betrieb elektrischer Systeme. 2002 wurde IXYS Berlin gemeinsam mit dem FBH und der TESAG mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Der Betrieb wurde im Jahr 2010 aufgrund der veränderten Nachfrage aus dem Markt eingestellt.

Jenoptik

Die JENOPTIK Diode Lab GmbH wurde im Februar 2002 als ein Tochterunternehmen der JENOPTIK AG gegründet. Die Gründung ist das Ergebnis der jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Ferdinand-Braun-Institut und der JENOPTIK AG auf dem Gebiet der Hochleistungslaserdioden. Diode Lab produziert Laserdioden im Wellenlängenbereich zwischen 650 nm und 1150 nm für Anwendungen in der Materialbearbeitung und Medizin. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit dem FBH spezifiziert, entwickelt und optimiert und zeichnen sich durch hervorragende Strahlcharakteristiken und exzellente Lebensdauern aus.

Die Three-Five Epitaxial Services AG (TESAG) wurde 1999 von Mitarbeitern des FBH gegründet. Als Epiwafer Foundry stellt sie für Kunden aus aller Welt Halbleiter-Schichtstrukturen als Basis für die Fertigung von Bauelementen wie Laserdioden, Leuchtdioden (LEDs), Transistoren (HBTs) oder Schottky-Dioden her. Die TESAG setzt damit das wissenschaftliche Know-how des FBH als Kompetenzzentrum für die Gasphasenepitaxie in die industrielle Produktion um. Die TESAG wurde im Januar 2009 in den JENOPTIK-Konzern eingegliedert. Die JENOPTIK DiodeLab GmbH integriert damit den wichtigen Schritt der Schichtherstellung in die eigene Wertschöpfungskette für Hochleistungslaserdioden.

Phasor Instruments

Phasor Instruments UG ist im Bereich der Netzwerkanalyse aktiv und entwickelt Messgeräte für die Mikrowellentechnik, die u.a. zur Plasmaanregung benötigt werden. Das Unternehmen ist im Mai 2013 mit dem Prototypen eines Synthesizer Vector Receiver (SVR) gestartet. Die Firmengründung wurde im Rahmen von EXIST-Forschungstransfer mit Mitteln der Europäischen Union und des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.

UVphotonics

Die UVphotonics NT GmbH entwirft, entwickelt, produziert und vermarktet hocheffiziente und zuverlässige ultraviolette Leuchtdioden (UV LEDs) als Einzelchips und als voll montierte und gehäuste Bauelemente für den B2B-Markt. Diese können unter anderem für die Wasserentkeimung, Desinfektion, medizinische Diagnostik, Fototherapie, UV-Härtung und Sensorikanwendungen verwendet werden. Das Produktportfolio deckt die Wellenlängenbereiche UV-B (280 nm - 320 nm) und UV-C (< 280 nm) ab. Es werden flexible, kundespezifische UV-LED-Lösungen in Bezug auf Emissionswellenlänge, Emissionscharakteristik, Ausgangsleistung und Chiplayout angeboten. Die Unternehmensgründung (Dezember 2015) wurde im Rahmen von EXIST-Forschungstransfer mit Mitteln der Europäischen Union und des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.