FBH-Nachricht: Januar 2020

NASA zeichnet Markus Krutzik aus

Ende letzten Jahres wurde dem Cold Atom Laboratory (CAL) Team am Jet Propulsion Laboratory (JPL), USA, der "NASA Group Achievement Award" verliehen. Dieser Preis würdigt auch die Leistungen von Dr. Markus Krutzik, der als PostDoc am JPL beschäftigt war. Das CAL-Team entwickelte ein Instrument, mit dem erfolgreich ultrakalte Atome auf der Internationalen Raumstation (ISS) erzeugt wurden. Kalte Atome können im Weltraum künftig eingesetzt werden, um beispielsweise hochgenaue und driftfreie Messungen inertialer Kräfte für die Navigation zu ermöglichen. Sie eigenen sich zudem für Untersuchungen fundamentalphysikalischer Fragestellungen, etwa um das Einstein’sche Äquivalenzprinzip zu testen. Zurück in Berlin hat Markus Krutzik die Entwicklung des CAL-Instruments als technischer Berater weiter unterstützt. Die prestigeträchtige Auszeichnung der NASA wird unter anderem für herausragende Gruppenleistungen verliehen, die wesentlich zur erfolgreichen Mission der Weltraumorganisation beigetragen haben.

Markus Krutzik leitet seit Januar 2019 das Joint Lab Integrated Quantum Sensors des Ferdinand-Braun-Instituts (FBH) und der Humboldt-Universität zu Berlin. Am FBH konzentrieren sich die Arbeiten von Markus Krutzik auf die Entwicklung von kompakten und atombasierten Instrumenten für die hochgenaue Messung physikalischer Größen und Felder. Zusammen mit seinem Kollegen Andreas Wicht entwickelt er im neuen Forschungsbereich Integrierte Quantentechnologie robuste elektro-optische Komponenten und erforscht die Systemintegration und den Einsatz entsprechender Sensoren außerhalb geschützter Laborumgebungen.