Ferdinand-Braun-Institut – Historie & Entwicklung

Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) ist nach der Wende aus Teilen des “Zentralinstituts für Optik und Spektroskopie” (ZOS) und des “Zentralinstituts für Elektronenphysik” (ZIE) der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangen. Hier einige ausgewählte Eckdaten zur Entwicklung des FBH:

1992

  • Gründung als Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik
  • Mitglied der „Blauen Liste“, seit 1997 "Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz" (WGL), kurz "Leibniz-Gemeinschaft"
  • Leitung: bis Februar Prof. Dr.-Ing. Ingo Wolf, kommissarisch Dr. Reinhard Gründler, ab Oktober 1992: Prof.  Dr.-Ing. Peter Russer
  • 88 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

1993

  • Sanierung und Umbau der Reinräume
    • 1993: 1. Bauabschnitt Epitaxie
    • 1994: 2. Bauabschnitt Erneuerung der Klima- und Lüftungstechnik
    • 1995-97: 3. Bauabschnitt Modernisierung der Reinräume inkl. Anlagenerneuerung (seit 1992)
  • Leitung: ab April 1995 kommissarisch Dr.-Ing. Wolfgang Heinrich

1996

  • Leitung: Prof. Dr. Günther Tränkle wird ab August Direktor des FBH
  • 112 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

1998

  • Positive Evaluierung durch den Wissenschaftsrat

1999

  • Gründung des Spin-offs Three-Five Epitaxial Services AG (TESAG) – gehört seit 2009 zum Jenoptik-Konzern

2000

  • Gründung des Spin-offs IXYS Berlin GmbH

2002

  • Gründung der Spin-offs:
    • Jenoptik Diode Lab GmbH, 2006: Errichtung einer eigenen Fertigungsstätte in Berlin-Adlershof, 2012: Ausbau der Fertigung um rund 1.400 qm auf 3.400 qm (Bruttogeschossfläche)
    • eagleyard Photonics GmbH
  • 133 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2004

  • Transferpreis "WissensWerte" für die Entwicklung von DFB-Hochleistungslaserdioden
  • Sanierung des Altbaus, Einweihung eines Neubaus (ca. 1.200 qm Labor-, Büro- und Seminarräume)
  • Erstmalige ISO-Zertifizierung des Qualitätsmanagments, später kamen Umwelt und Arbeitssicherheit hinzu
  • 150 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2005

  • Erstes Joint Lab mit der TU Berlin (Stand 2016: 5 Joint Labs mit regionalen und überregionalen Universitäten)
  • Schülerlabor MicroLAB gemeinsam mit der Partnerschule Lise-Meitner-Schule gegründet

2006

  • Gründung des Spin-offs BeMiTec AG
  • Auszeichnung als familienfreundlicher Betrieb Treptow-Köpenick 2006 (erneut: 2009, 2010 und 2012)
  • Ausgewählter „Ort im Land der Ideen“ gemeinsam mit Jenoptik Diode Lab
  • 180 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2007

  • Evaluierung durch den Wissenschaftsrat mit exzellentem Ergebnis

2008

  • FBH kooperiert im Sonderforschungsbereich 787 (aktuell in der 3. Förderperiode bis 2020)

2009

  • Umbenennung in Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
  • Im Juni erhielt das Institut erstmalig das TOTAL E-QUALITY Prädikat für die erfolgreiche Umsetzung von Chancengleichheit (erneut: 2012 & 2015)
  • Ausbau und Erneuerung der technischen Infrastruktur (Geräteinvestitionen & energieeffiziente Klima- und Reinraumtechnik)
  • 230 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2010

  • "wissen.schafft.arbeit" – Laytec & FBH erhalten den mit 20.000 Euro dotierten Technologietransfer-Preis
  • Erweiterungen und Umbauten im Reinraum, v.a. im Bereich der Aufbau- und Verbindungstechnik

2011

  • Gründung des Spin-offs GloMic GmbH
  • Günther Tränkle wird Sprecher des neuen Optik-Clusters Berlin-Brandenburg
  • 240 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2012

  • Transferpreis WissensWerte für besonders leistungsfähige Diodenlaser für die Materialbearbeitung; der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert
  • Inbetriebnahme verschiedener Großgeräte (u.a. ein neuer Waferstepper & ein leistungsfähiges Analytik-Tool zur Charakterisierung von Degradationsprozessen)

2013

  • FBH mit „Advanced UV for Life“ erfolgreich im Wettbewerb Zwanzig20 des BMBF; das Konsortium wird bis 2019 mit bis zu 45 Millionen Euro gefördert
  • Gründung der Spin-offs:
    • BEAPLAS GmbH
    • Brilliance Fab Berlin GmbH & Co. KG
    • Phasor Instruments UG
  • Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau (ca. 1.800 qm zusätzliche Labor- und Bürofläche), bezogen im Jahr 2015
  • 270 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2014

  • Gründung des EntwicklungsZentrums zur Entwicklung von Prototypen am FBH

2015

  • Laserhersteller TRUMPF eröffnet im Oktober eine Niederlassung für die Vorausentwicklung von Laserdioden in Berlin – in unmittelbarer Nähe zum Forschungspartner FBH
  • Gründung des Spin-offs UVphotonics NT GmbH
  • FBH erneut mit Bestnoten evaluiert und zur weiteren Förderung durch Bund und Land empfohlen
  • 290 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

2016

  • Im März wird das Spin-off UVphotonics mit dem mit 50.000 Euro dotierten Leibniz-Gründerpreis ausgezeichnet