Technologietransfer am FBH

Die Verwertung von Forschungsergebnissen gehört zum Auftrag des Ferdinand-Braun-Instituts – entsprechend hoch ist der Stellenwert des Technologietransfers. Mehr als 190 Projekte wurden 2015 am Institut bearbeitet, die oftmals in enger Zusammenarbeit mit der Industrie immer aber mit Blick auf eine spätere Verwertbarkeit durchgeführt werden.

Das FBH arbeitet kontinuierlich mit über 50 Industrieunternehmen im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen sowie Dienstleistungen zusammen; mit Firmen wie Bosch, Infineon, Jenoptik, TESAT Spacecom oder Trumpf bestehen langjährige strategische Partnerschaften. Das Institut ist bei vielen nationalen und regionalen Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil im Wertschöpfungsnetzwerk und unterstützt damit deren Markterfolg. Mit seinem EntwicklungsZentrum bietet das FBH zudem Industriepartnern einen einfacheren Zugang zu Ergebnissen auf dem aktuellen Stand der Forschung: in Form von praxisgerechten Funktionsmodellen und Prototypen.

Federführend in strategischen Verbünden und Netzwerken

Das FBH ist federführend in zahlreichen regionalen, nationalen aber auch internationalen Netzwerken und Verbundforschungsvorhaben. So ist das Institut unter anderem aktiv im Wissens- und Technologietransfer der Leibniz-Gemeinschaft, Günther Tränkle ist Sprecher des Berlin-Brandenburger Clusters Optik, und die Geschäfts- bzw. Koordinationsstellen verschiedener Verbünde und Konsortien (z.B. Advanced UV for Life) sind im Department Wissenschaftsmanagement am Institut angesiedelt.

Erfolgreiche Verwertung durch Ausgründungen

Die Verwertungs- und Transferaktivitäten führten in den vergangenen Jahren zu acht erfolgreichen Ausgründungen.

Transfer über Köpfe

  • Zusammenarbeit mit der Industrie & Ausgründungen
    Zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie etwa Doktoranden nach Abschluss ihrer Promotion, sind zu Industriepartnern des FBH gewechselt oder haben selbst ein Unternehmen ausgegründet. Mitarbeiter von FBH-Spin-offs haben teilweise Arbeitsplätze am Institut und Zugang zu gemeinsam genutzten Laboren und Anlagen. Auch wurde bereits gemeinsam Personal qualifiziert, z.B. in Form von kooperativen Promotionen.
  • Berufungen & Joint Labs
    Durch gemeinsame Berufungen und die strategischen Kooperationsmodelle mit Hochschulen (Joint Labs) werden grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung vernetzt und es findet Wissenstransfer zum akademischen Nachwuchs statt.

Umfassendes Patentportfolio

Das Portfolio des FBHs umfasst derzeit (Stand 31.12.2016) mehr als 230 Patente.