DiLaRa - Zwei-Wellenlängen-Diodenlasersystem für die Raman-Spektroskopie
Das Vorhaben DiLaRa zielt auf die Entwicklung neuartiger Diodenlaser zum Einsatz in miniaturisierten, portablen Lasermesssystemen für Anwendungen in der Raman-Spektroskopie. Die Diodenlaser emittieren auf nur einem Chip alternierend Licht auf zwei verschiedenen Wellenlängen, die über separat ansteuerbare Sektionen im Laser und in den Halbleiterchip implementierte Gitter festgelegt werden.
Der innovative Diodenlaserchip nutzt eine als SERDS (Shifted Excitation Raman Difference Spectroscopy) bezeichneten Technologie, die Messungen von Raman-Spektren auch in stark fluoreszierenden Umgebungen ermöglicht. Die Nachweisgrenze gegenüber der herkömmlichen Raman-Spektroskopie lässt sich mit dieser Messmethode um mehr als eine Größenordnung verbessern. Mit der in DiLaRa zu entwickelnden reiskorngroßen und monolithischen Lichtquelle auf Chipebene wird erstmalig ein SERDS-tauglicher, kompakter Messkopf in der Größe eines Laserpointers realisiert. Das Vorhaben schafft damit die Grundlagen für ein einzigartig miniaturisiertes und vielfältig einsetzbares Raman-Spektroskopiesystem. Dieses soll künftig für Vor-Ort-Messungen in verschiedenen sicherheits- oder gesundheitsrelevanten Bereichen der Biologie, Medizin, Lebensmittelkontrolle und Pharmazie zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind für das Konzept weitere Anwendungen, unter anderem in der Absorptions-Spektroskopie und zur Erzeugung von THz-Strahlung, denkbar.
DiLaRa wird im Rahmen des BMBF-Programms "Validierung des Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung - VIP" gefördert und durch den Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH begleitet (Laufzeit: 01.12.2011 - 30.11.2014).
Ansprechpartner | Dr. Bernd Sumpf | |
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